FESTLICHES in den Jahreszeiten

 

WINTER

Winterlandschaft - B. H. Brockes

 

ADVENT

am Barbaratag - Max Dauthendey

Sankt Nikolaus Sankt Nikolaus

Adventslieder - mit Noten - illustriert von Margarete Gilge - Verbreitung erlaubt

Knecht Ruprecht - Theodor Storm

Engel

Nußknacker und Mäusekönig - weihnachtl. Erzählung E.T.A. Hoffmann

Backen im Advent - Julius Kreis

Weihnachtsbäckerei: Plätzchen und Teegebäck von Margarete Gilge

Als ich Christtagsfreude holen ging - Peter Rosegger

 

WEIHNACHTEN

Der Tannenbaum - Hans-Christian Andersen

Bäume leuchtend, Bäume blendend - Joh. Wolfg. von Goethe

Weihnachten - Eduard Mörike

Christbaumkugeln - Julius Kreis

Das Christkind - Rainer Maria Rilke

Heilige Nacht - Ludwig Thoma

Eine Weihnachtswanderung - Theodor Fontane

Weihnachtsfest

Der Winter ist gekommen
Und hat hinweg genommen
Der Erde grünes Kleid;
Schnee liegt auf Blütenkeimen,
Kein Blatt ist an den Bäumen,
Erstarrt die Flüsse weit und breit.

Da schallen plötzlich Klänge
Und frohe Festgesänge
Hell durch die Winternacht.
In Hütten und Palästen
Ist rings in grünen Ästen
Ein bunter Frühling aufgewacht.

Wie gern doch seh ich glänzen
mit all den reichen Kränzen
den grünen Weihnachtsbaum;
dazu der Kindlein Mienen,
von Licht und Lust beschienen;
wohl schönre Freude gibt es kaum!

Robert Reinick, 1805-1852

Weihnachten - Adalbert Stifter

Die Geburt Jesu (aus: Das Leben Jesu von Friedrich Rückert)

 

Silvester

Kalender - JUlius Kreis

Der Schwester zu Silvester - Theodor Fontane

 

NEUJAHR

Wünsche zum neuen Jahr - VON pETER rOSEGGER
Die wunderbare Gesellschaft in der Neujahrsnacht - von Jean Paul

 

Frühling

 

OSTERN

Goethe - Faust - Chor der Engel
Ein Osterspaziergang johann Wolfgang von Goethe
Ostereier
Auf ein Ei geschrieben Eduard Mörike
OsteRN - Christian Morgenstern
Rätselhaftes Ostermärchen - Joachim Ringelnatz
Die Ostereier - christoph von Schmid

 

Mai

Maibockprobe - Julius Kreis

 

Muttertag

F.W.Kaulisch - Wenn Du noch eine Mutter hast
Detlev von Liliencron - Meiner Mutter

 

PFINGSTEN

zum Pfingstfest - Max von Schenkendorf
Pfingstrosen - FErdinand von Saar

 

Fronleichnam

Tantum ergo (extern)

 

Kirchweih

Kirchweih - Julius Kreis

Erntedankfest
Erntedankfest

GEBURTSTAG - Walther von der Vogelweide

Owê war sint verswunden alliu mîniu jâr?
Ist mîn leben mir getroumet oder ist ez wâr?
Daz ich ie wânde, daz iht waere, was daz iht?
Dar nâch hân ich geslâfen und enweiz ez niht.
Nû bin ich erwachet und ist mir unbekant,
daz mir hie vor was kündic als mîn ander hant.
Liute unde lant, dar inn ich von kinde bin erzogen,
die sint mir fremde worden reht als ob ez sî gelogen.
Die mîne gespiln wâren, die sint traege unde alt.
Bereitet ist daz velt, verhouwen ist der walt.
Wan daz daz wazzer fliuzet als ez wîlent floz,
für wâr ich wânde mîn ungelücke wurde grôz.
Mich grüezet maniger trâge, der mich bekande ê wol.
Diu welt ist allenthalben ungnâden vol.
Als ich gedenke an manigen wünneclîchen tac,
die mir sint enpfallen als in daz mer ein slac,
iemer mêre ouwê.

Owê  wie jaemerlîche junge liute tuont,
den ê vil wünneclîche ir gemüete stuont.
Die kunnen niuwan sorgen, ouwê wie tuont si sô?
Swar ich zer werlte kêre, dâ ist nieman vrô.
Tanzen, singen zergât mit sorgen gar.
Nie kristen man gesach sô jaemerlîchiu jâr.
Nû merkent wie den frouwen ir gebende stât,
Die stolzen ritter tragent dörpellîche wât.
Uns sint unsenfte brieve her von Rôme komen.
Uns ist erloubet trûren und fröide gar benomen.
Daz müet mich inneclîchen sêre, (wir lebten ie vil wol)
daz ich nû für mîn lachen weinen kiesen sol.
Die wilden vogel betrüebet unser klage.
waz wunders ist ob ich dâvon verzage?
Waz spriche ich tumber man durch mînen boesen zorn?
Swer dirre wünne volget, der hât jene dort verlorn.
Iemer mêr ouwê.

Owê wie uns mit süezen dingen ist vergeben!
Ich sihe die bittern gallen mitten in dem honege sweben.
Diu Welt ist ûzen schoene, wîz, grüen unde rôt,
und innen swarzer varwe vinster sam der tôt.
Swen si nû verleitet habe, der schouwe sînen trôst.
Er wirt mit swacher buoze grôzer sünde erlôst.
Dar an gedenkent, ritter, ez ist iuwer dinc.
Ir tragent die liehten helme und manegen herten rinc,
dar zuo die vesten schilte und diu gewîhten swert.
Wolte got, waer ich der signünfte wert.
So wolte ich nôtic man verdienen rîchen solt.
Joch meine ich niht die huoben noch der herren golt.
Ich wolte selbe krône eweclîchen tragen,
die möhte ein soldenaer mit sîme sper bejagen.
Möhte ich die lieben reise gevarn über sê,
so wolte ich denne singen wol unde niemer mê ouwê,
niemer mêr ouwê. Owê war sint verswunden alliu mîniu jâr!

 

Hochzeit

Hochzeitslied - von Joh. Wolfgang von Goethe